Naturpark-Knigge

Naturpark-Knigge

„Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne glücklich zu sein.“

Fjodor Dostojewski

Bitte bleibt auf den Wegen

Der Boden bietet nicht nur Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere. Als „Öko-Fabrik“ ist er zudem ein wertvoller Wasserfilter und Grundvoraussetzung für die biologische Vielfalt eines Ökosystems. Die Naturlandschaft kann von den angelegten Pfaden aus bestaunt werden, sodass Pflanzen geschont und Tiere nicht unnötig beunruhigt werden.

Parkt nur auf ausgewiesenen Flächen

Der Wald sollte nicht befahren und die Fahrzeuge nur auf dafür zugelassenen Flächen geparkt werden. Waldzufahrten bitte unbedingt für Feuerwehr und Rettungskräfte freihalten.

Werft keinen Müll in den Wald

Müll lebt noch lange nach seiner Entsorgung weiter. Oftmals braucht es nicht nur hunderte, sondern tausende Jahre, ehe der Abfall, der in der Natur hinterlassen wird, abgebaut und zersetzt ist. Manche Materialien können gar nicht verrotten. Müll hat einfach nichts in der Natur zu suchen! Abfälle sollten daher immer wieder mit nach Hause genommen werden. Am Besten ist aber der Müll, der erst gar nicht entsteht.

Seid achtsam beim Sammeln und Pflücken von Pflanzen und Früchten

In der Natur sind alle Lebewesen voneinander abhängig: Die Schnecke knabbert am Gras, der Vogel fängt die Schnecke und der Fuchs frisst den Vogel. Am Anfang eines jeden Nahrungskreislaufes stehen die Pflanzen. In Naturschutzgebieten gilt ein besonderer Schutz der Tier- und Pflanzenwelt, was das Pflücken und Sammeln von Blumen und Beeren, Pilzen und Zweigen verbietet. Außerhalb der Schutzgebiete sollte ebenso Achtsamkeit geboten sein, sodass Pflanzen, Bäume und Unterholz nicht beschädigt werden.

Verursacht keinen Lärm

Lärm verursacht bei vielen Tierarten und auch bei den Menschen, Stressreaktionen und hat negative Auswirkungen auf den Gesundheitszustand. Plötzlich auftretende Geräusche versetzen Tiere in Alarmbereitschaft und können zu heftigen Fluchtreaktionen führen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns in der Natur in einer angemessenen Lautstärke unterhalten und die Naturbewohner nicht verschrecken und deren Kommunikation untereinander stören.

Führt eure zweibeinigen Freunde an der Leine

Wenn viele Vögel im Frühjahr mit dem Nestbau und der Brut anfangen, haben Feldhasen, Dachse und Rehe bereits ihren Nachwuchs bekommen. Von März bis September sind die Tiere in ihren Fluchtmöglichkeiten sehr eingeschränkt. In dieser Zeit gilt daher ein besonderer Schutz der Tierwelt. Auch in der restlichen Zeit des Jahres sind Hunde, vor allem in Naturschutzgebieten, an der Leine zu führen.

Entzündet kein Feuer und raucht nicht

Der Wald bedeckt ca. 37 Prozent der Landesfläche Brandenburgs. Um diesen Bestand nicht zu gefährden, ist das Rauchen in den Wäldern ganzjährig verboten. Schon das Anzünden eines Feuers kann eine große Bedrohung für Bäume, Tiere und Menschen darstellen und ist daher nicht gestattet. Informiert euch bitte, vor Betreten des Waldes, über die aktuelle Waldbrandstufe.

Fotos: © Dave Leonhardt;  Tourismusverein Naturpark Barnim e. V. / Stephan Durant und Andrea Heins