Kathrin und Lutz Brosowski | Makler | Wandlitz Immobilien

Kathrin und Lutz Brosowski | Makler | Wandlitz Immobilien

Interview

Das Baugeschehen in der Gemeinde Wandlitz und ihrer Umgebung erfährt seit Jahren eine positive Entwicklung. Im Landkreis Barnim ist die Nachfrage nach dem Wohnstandort Wandlitz am höchsten. Kompetenz, langjährige Erfahrung und eine attraktive Umgebung bilden die wesentlichen Voraussetzungen beim erfolgreichen An- und Verkauf, bei der Vermietung und Verpachtung sowie bei der Finanzierung von Immobilien in Wandlitz und in der Region.

Die Firma Wandlitz Immobilien mit Kathrin und Lutz Brosowski vermittelt seit 1990 Immobilien in der Gemeinde Wandlitz. Weite Teile des Naturparks Barnim sind ihnen durch ihre Arbeit bekannt. Wir haben die sympathischen Makler getroffen und mit Ihnen über die Region und ihre Erfahrungen in unserem schönen Naturpark Barnim gesprochen.

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Was macht die Region so besonders und warum kann man hier gut leben?

Wandlitz ist ein Ort, der sich stetig entwickelt. Trotz der Größe der Gemeinde geht es hier ruhig und überschaubar zu. Wir mögen vor allem die schöne Natur mit den zahlreichen Seen und Wäldern sowie die Menschen mit ihrer liebenswürdigen, direkten Art. Hier draußen vor den Toren Berlins ist der Erholungswert sehr hoch. Wenn wir für Erledigungen oder Kultur nach Berlin fahren, sind wir immer froh, wieder nach Hause zu kommen. Die Luft, der Staub, die Hektik schütteln wir ab und lassen sie hinter uns.

Bestimmt wohnen hier auch viele Pendler, die tagtäglich nach Berlin fahren. Die Anbindung ist ja recht schnell.

Gegenüber vom Bahnhof Wandlitzsee haben wir Eigentumswohnungen verkauft und vermietet. Einige der Käufer bzw. Mieter arbeiten in Berlin und haben dadurch einen kurzen Arbeitsweg in die Hauptstadt. Wenn wir unsere ehemaligen Kunden beim Einkaufen treffen, erzählen sie uns oft, wie froh sie sind, hierher gezogen zu sein. Die Pendler fahren nach ihrer Arbeit aus dem hektischen Berlin raus, kommen in ein entspanntes Wohnumfeld und erholen sich viel schneller als in der Stadt. Persönliche Beziehungen werden hier sehr geschätzt. Die Menschen grüßen sich auf der Straße, bleiben stehen, erkundigen sich übereinander und manchmal wird auch ein wenig Klatsch und Tratsch ausgetauscht.

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Welche Eigenschaften charakterisieren für Euch die typischen Wandlitzer?

Wir haben ja eben bereits gesagt, dass wir die freundliche und vor allem direkte Art der Wandlitzer sehr mögen. Man weiß einfach schnell, woran man ist, wenn nicht um den heißen Brei geredet wird. Außerdem sind wir Wandlitzer auch neugierig und vielseitig interessiert. Als beispielsweise das Theater am Wandlitzsee eröffnet wurde, strömten Menschenmassen in die 2. Etage des Bahnhofs Wandlitzsee, um zu sehen, wie ihr neues Theater eingerichtet ist und welche Programmpunkte es bietet. Die Menschen sind sehr zielstrebig, zum großen Teil ehrenamtlich engagiert aber auch kompromissbereit und denken nicht nur an sich. Es gibt zum Beispiel einen Tag, an dem sich die Menschen aktiv für die Gemeinde einbringen können. Dabei stehen Schönheits-und Reparaturarbeiten auf dem Programm. Jeder bringt sich so ein, wie er kann und möchte. Nachbarn, Vereine, Firmen und Schulklassen ziehen los und reinigen, pflanzen an, reparieren, streichen und zimmern. Am Abend bringt ein Fest alle wieder zusammen und bei guter Musik und mitgebrachtem Essen wächst die Zusammengehörigkeit weiter. Außerdem engagieren sich viele in Vereinen, bei der freiwilligen Feuerwehr oder in Kindereinrichtungen. Am Wochenende sind viele Familien mit dem Fahrrad unterwegs, kehren hier und da zum Essen ein oder verweilen ganz entspannt am Ufer der zahlreichen Seen.

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Welche Sache würdet Ihr in Wandlitz gerne ändern?

Wir haben zwei Sachen, die uns negativ auffallen. Wenn es sich auf der Autobahn durch nicht fertig gestellte Baustellen oder Unfälle staut, gibt es ab Freitagmittag auf der Hauptstraße oft ein sehr hohes Verkehrsaufkommen, das erst am frühen Samstagnachmittag endet. Die Wochenendurlauber und Tagesausflügler, die in dieser Zeit anreisen, müssten besser gelenkt werden und Wandlitz über andere Ecken anfahren. Die zweite Sache, die uns auffällt, betrifft die zu geringe Anzahl bezahlbarer Mietwohnungen. Der Naturpark Barnim ist in den vergangenen Jahren für Pendler immer attraktiver geworden. Die Mieten sind, wie auch in vielen anderen Städten Deutschlands, drastisch angestiegen und dadurch für viele Rentner oder Familien nicht mehr erschwinglich. Das Problem der zu hohen Mieten hat uns nun also auch in Wandlitz erreicht. Wir hoffen weiterhin, dass die Gemeinden und Privatanbieter auch zukünftig bezahlbaren Wohnraum schaffen. Die hohe Attraktivität des Naturparks Barnim und deren Auswirkungen müssen also mit Weitblick gut geplant und koordiniert werden.

Welche Schnittpunkte gibt es zwischen dem Immobilienbüro und dem Tourismusverein?

Speziell in den Ferienzeiten kommen häufig Urlauber in unser Büro und teilen uns mit, wie wohl sie sich hier fühlen. Sie erkundigen sich nach Häusern, Wohnungen oder Grundstücken. Viele haben den Wunsch, in einer Region zu wohnen, wo andere Urlaub machen und die Infrastruktur stimmt.

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Du, Kathrin, bist ja selber im Vorstand des Tourismusvereins aktiv. In welcher Weise bist Du involviert?

Meine Aufgabe besteht darin, mich um die „Geburtstagskinder“ zu kümmern, die einen runden Geburtstag begehen. Ich besuche sie und überreiche im Namen des Tourismusvereins ein kleines Geschenk. Oft sind es Bücher, die bei den touristischen Anbietern für die Gäste zum Schmökern ausgelegt werden. Einige Male saß ich wirklich unverhofft mit einem Sektglas in der Hand inmitten einer riesigen Party oder wurde zu einem Tässchen Kaffee in eine gemütliche Geburtstagsgesellschaft dazu gebeten. Dabei nutze ich die Situation, um mich über die Arbeit, Sorgen und Wünsche der Mitglieder des Tourismusvereins zu erkundigen, sodass wir uns weiterhin verbessern können und Ideen sammeln. Dieser persönliche Kontakt zu unseren Mitgliedern ist mir wichtig und macht Spaß. Darüber habe ich auch mein Wissen über die Region erweitert.

Warum ist die Arbeit des Tourismusvereins für die Region so wichtig?

Die Touristen kommen zu uns, weil wir die schönen Seen und tollen Wälder in unserer Region haben. Unsere wunderbare Natur und die vielseitigen Anbieter prägen unsere schöne Tourismuslandschaft. Es ist gut, dass unser Tourismusverein diese Angebote auf verschiedenen Kanälen koordiniert. Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass die Touristen an die Hand genommen und gelenkt werden, wenn sie hier ankommen. Das umfasst Erlebnistouren aber auch die vielen Fahrradwege, an denen sich die Leute orientieren, die zunehmend mit dem E-Bike unterwegs sind. Wir sehen immer wieder Radfahrer, die an den Knotenpunkten stehen und diese tolle Broschüre „Erlebnis Barnim Radtouren“ in der Hand haben oder die App nutzen. Es ist wichtig, dass die Touristen sowohl zu den Festen und dauerhaften Attraktionen als auch zu den kleineren noch nicht so bekannten Angeboten gelenkt werden. Wenn man beispielsweise nach Zerpenschleuse zum Kanufahren unterwegs ist, kann man auf dem Weg dorthin auf die Senfmühle in Klosterfelde verweisen. Es ist einfach wichtig, dass für die Leute kleine Reisepläne oder -pakete zusammengestrickt bzw. geschnürt werden. Qualität sollte dabei immer vor Quantität kommen. Die Leute sind neugierig, haben Lust auf unsere Region und wollen sich auf den Weg machen. Für jung und alt sind dabei sowohl die Touristinfo als auch der Internetauftritt die ersten Anlaufstellen.

Das stimmt. Unsere Touristinfo im Bahnhof Wandlitzsee ist immer gut besucht.

Als ich mal wieder da war, um ein Büchlein für einen Geburtstag zu holen, habe ich den Menschenandrang gesehen. Eine Kollegin hat die Gäste auf Englisch sehr ausführlich beraten, wie man trotz Schienenersatzverkehr nach Berlin kommt und welche Ecken man in Berlin unbedingt gesehen haben sollte. Unsere Touristinfo im Bahnhof Wandlitzsee ist einfach sehr wichtig. Dort werden Informationen gebündelt und an die Gäste weitergegeben. Hier bekommt jeder echte Informationen von Mensch zu Mensch. Das ist toll!

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Wo sind Eure Lieblingsplätze und warum sollte man diese unbedingt einmal besuchen?

Bei der Beantwortung dieser Frage tun wir uns etwas schwer, weil wir immer wieder feststellen, wie viele interessante Angebote zur Verfügung stehen. Der Liepnitzsee ist ein wunderbarer Platz zum Energietanken, aber das hat sich auch schon in Berlin herumgesprochen. Vor allem sind wir gerne in der Nebensaison und in den Wintermonaten dort. Im Sommer ist der See leider immer etwas überfüllt. Wir fahren auch gern mit der Fähre rüber auf die Insel und essen einen leckeren Erbseneintopf oder andere deftige Leckereien. Der Werbellinsee ist auch immer einen Ausflug wert. Wir lieben es, dort mit dem Dampfer die Natur zu beobachten oder auf der Terrasse der Fischerhütte in Altenhof frischen Fisch zu essen. Aber auch für uns gilt, noch einige Attraktionen der Region zu erkunden.

Ihr habt Lust auf leckeren Kuchen und Kaffee. Wohin geht Ihr?

Wir sind gerne im Café Eisvogel und bei Emma Emmelie in Zerpenschleuse. Wir gehen auch gerne ins Café Kätzchen, zum Eiswagen, ins Strandbadrestaurant am Wandlitzsee, ins Rialto, zu Mr. Dinh, unserem Asiatischen Restaurant und in die Fischerstube am Stolzenhagener See. Wenn Oma gebacken hat, ist es bei ihr und Opa im Garten natürlich am leckersten. Es ist einfach so schön, wenn wir einmal in der Woche mit der Familie zusammenkommen, plaudern und lachen.

Habt ganz lieben Dank für Eure Zeit und das tolle Gespräch!

Fotos: © Tourismusverein Naturpark Barnim e. V.; Fotografin: Elena Koroleva/Lena Queen Photography