Manfred Zémsch | Künstler

Manfred Zémsch | Künstler

Interview

In der Barnimer Kunstszene ist der Künstler Manfred Zémsch eine feste Größe. Schon früh hat er sein Faible für Kunst entdeckt und eine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Zwickau absolviert, wo er in den Fachgebieten Ästhetik, Grafik, Werbung, Malerei sowie Kunstgeschichte (Altertum) geschult wurde. Bis 1980 arbeitete Manfred Zémsch als Werbeleiter in Bernau und im Anschluss bis zur Wende als Gestaltungsleiter für Innenarchitektur für den Bezirk Frankfurt/Oder. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2000, war er in Wandlitz freischaffend im Bereich der Werbung tätig. Seither widmet sich Manfred Zémsch ganz seiner Liebe zur Kunst. Verschrieben hat er sich vor allem der Landschaftsmalerei. Wer jedoch romantische Idylle erwartet, wird sein buntes Wunder erleben. Die ausdrucksstarken Werke, die Manfred Zémsch in seinem Stolzenhagener Atelier erschafft, spielen mit Abstraktion. So bietet sich Raum für Interpretation und jede*r Betrachter*in  wird dazu eingeladen, sich ihr*sein eigenes Bild von der dargestellten Szenerie zu machen.

Manfred Zémsch hat sich die Zeit genommen, mit uns über seine Kunst und das Leben im Naturpark Barnim zu reden.

Sie haben sich der Kunst und Gestaltung verschrieben. Wie sind Sie eigentlich dazu gekommen?

Während meiner Ausbildung zum Gebrauchswerber in der Kunstgewerbeschule Zwickau habe ich von 1950 bis 1954 bei Professor Gerhard Ruprecht aus Graz in den Fächern Malerei, Kunst des Altertums bis zur Moderne hospitiert. Durch meine Übersiedlung 1954 nach Bernau hatte ich die Möglichkeit, an Seminaren und Ausstellungen in Berlin teilzunehmen.

Wie lassen Sie sich inspirieren? Wo erblüht Ihre Kreativität?

Augenblicke sind meine Inspiration. Die Kreativität ist für Kunstschaffende allgegenwärtig – ob in der Natur oder dem Menschen in all seiner Vielfältigkeit.

In Ihren Werken finden sich viele Landschaftsmotive. Welche Rolle spielt die Natur in Ihrem Schaffen?

Die Natur ist unser aller Lehrmeister. Sie darzustellen, ist ein Akt des Friedens. Das Gefühl zur Farbe kommt dort in der Natur von ganz alleine.

Sie sind seit 2000 im Ruhestand, aber als Künstler sehr aktiv. An welchen Projekten arbeiten Sie derzeit und was planen Sie noch?

Im kommenden Jahr 2020 finden Einzelausstellungen in Dahme-Spreewald und der Feldstein-Scheune in Bollewick in Mecklenburg-Vorpommern statt. Zudem ist eine Ausstellung im Schloss Quedlinburg in Vorbereitung.

Sie leben seit 1969 in Stolzenhagen, einem Ortsteil der Gemeinde Wandlitz – der größten Gemeinde im Naturpark Barnim. Was macht für Sie das Leben hier so besonders?

Wandlitz hat viele Künstler und Künstlerinnen, mit denen ich im regen Gedankenaustausch stehe.

Haben Sie Lieblingsplätze in Wandlitz und Umgebung?

In Wandlitz sind es vor allem der Wandlitzsee, der Stolzenhagener See und alle anderen Seen, die sich ringsherum wie eine Perlenkette aneinanderschmiegen.

Vielen Dank Herr Zémsch für Ihre Zeit und das tolle Gespräch!