Mitwanderzentrale 2022

Mitwanderzentrale 2022

Sehen & Erleben | Ausflugstipps | Kultur & Geschichte

Von Frühling bis Herbst lädt die Mitwanderzentrale zum Mitwandern ein: wir schlagen Ihnen ab dem Bahnhof Wandlitzsee, den Sie mit der traditionsreichen „Heidekrautbahn„, der heutigen Regionalbahn RB 27 ab dem S-Bahnhof Berlin-Karow erreichen, sieben Wanderrouten zu den schönsten, naturverbundensten, erlebnisreichsten und geschichtsträchtigsten Plätzen in unserem Naturpark Barnim vor.

Start jeweils um 10:00 Uhr am Bahnhof Wandlitzsee. Für einen pünktlichen Start nehmen Sie den RB 27 um 09:27 Uhr ab Berlin-Karow.

Aber Achtung: die Wanderung am 14. Mai beginnt am Rathaus in der Naturparkstadt Biesenthal, die Sie über Bernau bei Berlin und von dort um 09:03 Uhr mit dem Bus 896 bis „Biesenthal Markt“ erreichen.  Die Tour am 15. September startet wir am Bahnhof Schönwalde (Barnim). Für diese Wanderung reisen Sie bitte ebenfalls mit dem RB 27 um 09:27 ab Berlin-Karow an.

Vor allen Bahnhöfen finden Sie PKW-Parkplätze, am Bahnhof Wandlitzsee sogar gebührenfrei.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Mitnahme von Hunden ist gern gesehen.

Zu den Wanderungen, die zurück zum Ausgangspunkt Bahnhof Wandlitzsee führen, schlagen wir Ihnen die Ausleihe von Ferngläsern gegen eine Gebührt von 5,- EUR zzgl. der Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 50,- EUR vor.

Eine kompakte Einführung in die vorgeschlagene Wanderroute durch die Mitarbeiterinnen des Tourismusvereins, kostenloses Kartenmaterial, ein Info-Blatt mit Hinweisen auf Gastronomiebetriebe und Sehenswürdigkeiten entlang der Streckenempfehlung und eine kleine Gratis-Wegzehrungen geben wir Ihnen gern mit auf den Weg…

Bei unseren Mitwanderzentralen haben Wanderinteressierte die Möglichkeit allein oder gemeinsam zu wandern – ganz nach Lust und Laune. So sind unsere Tourenvorschläge keine „Pflicht“ – sondern die Kür: Sie entscheiden selbst, ob Sie sich unseren Ideen anschließen oder ganz eigene Wege gehen wollen…

Hier starten die meisten unserer Mitwanderzentralen: Bahnhof Wandlitzsee - Foto: Martina Krysmansky
Wir empfehlen die Anreise mit der RB 27 der "Heidekrautbahn" - Foto: NEB/Schulz

Unsere Wanderung entlang des Fernrundwanderweges startet an der Tourist-Information im Rathaus am Markt der Naturparkstadt Biesenthal. Nach einer kurzen Unterweisung in den Streckenverlauf durch Projektleiterin Marlies Losansky begleitet sie an den „Kaiser Friedrich Aussichtsturm„, der 1907 zur Erinnerung an den „99-Tage-Kaiser“ errichtet wurde, sowie weiter zur historischen „Wehrmühle„, heute ein Areal für zeitgenössische Kunstausstellungen, so die „Art Biesenthal“ im kommenden August.

Anschließend geht es auf das südlichste Teilstück des Fernrundwanderweges „Rund um die Schorfheide“, immer entlang der Markierung „Blauer Baum“. Mit diesem Weg bewirbt sich das Barnimer Land gerade um den Titel „Deutschlands Schönster Wanderweg 2022“. Erstes Ziel ist der Ort Melchow mit seinem Naturpark-Bahnhof, weiter durch das Eberswalder Urstromtal, den Flecken Schönholz und schliesslich die sagenumwobenen Buchenwälder am Nonnenfließ. Dort bietet eine imposante Pausenhütte den perfekten Platz zum Innehalten und Kräftesammeln, bevor die Wanderung vorbei an den historischen Industrieanlagen in Spechthausen und das „Tal der Kleinen Gärten“ in die Barnimer Kreisstadt Eberswalde führt. Hier angelangt werden die Zainhammer Mühle, der Forstbotanische Garten, der Eberswalder Zoo, der Stadtpark am Weidendamm oder die „Märchenvilla“ für eine abschliessende Stadtwanderung empfohlen. Ab Eberswalde-Hauptbahnhof kann dann die Rückfahrt mit dem RE 3 in Richtung Biesenthal und Berlin angetreten werden. Nach dem Erleben dieses Weges kann noch bis Ende Juni für den Fernrundwanderweg „Rund um die Schorfheide“ als „Deutschlands Schönster Wanderweg“ 2022 abgestimmt werden: entweder über die an verschiedenen Stellen der Strecke ausliegenden Wahlkarten oder online unter wandermagazin.de/wahlstudio.

Am Nonnenfließ - Foto: Frank Günther
Der "Blaue Baum", die Wegmarkierung des Fernrundwanderweges "Rund um die Schorfheide" - Foto: Andrea Heins

Die Faszination einer weiteren Mitwanderzentrale liegt in der Vielfalt der unterschiedlichen Gewässer entlang einer Teilstrecke des 66-Seen-Wanderweges: der großflächige Wandlitzer See, die sagenumwobenen Drei Heiligen Pfühle, der versteckte Regenbogensee, der Liepnitzsee mit dem „Großen Werder“, der Obersee und schließlich der Hellsee – populär geworden durch die Fernsehserie „Käthe & ich“. In der Naturparkstadt Biesenthal können zum Abschluss die aktuelle Ausstellung „Landschaften – Malerei von Otger Bultmann und Guido Mieth“ in der „Galerie im Rathaus“ und die Heimatstube im Obergeschoss besichtigt werden.

Goldener Herbst am Alten Rathaus auf dem Markt in Biesenthal im Rahmen einer Stadtführung mit Sieglinde Thürling, im schönen Naturpark Barnim, Barnimer Land, Brandenburg.
Hier finden Sie die Heimatstube, die "Galerie im Rathaus Biesenthal" sowie unsere Tourist-Information - Foto: Sieglinde Thürling
Die Galerie im Alten Rathaus von Biesenthal im schönen Naturpark Barnim, Barnimer Land, Brandenburg.
"Galerie im Rathaus Biesenthal" - Foto: Heimatverein

An einem anderen Wandertag geben Sie sich ganz hin: dem Wechselspiel zwischen den ruhigen Gewässer entlang der Strecke – dem Bogen-, Strehle- und Bauersee – mit den aufregenden Geschichten um sie herum: in der Dorfkirche Prenden erwarten Sie im Fachwerkturm ein liebevoll-gepflegtes Heimatmuseum und Sabine Voerster vom Heimatverein. Sie weiss auch Schauerliches aus der Barnimer Sagenwelt zu berichten: so zum Teufelsstein, wo Kaiser Wilhelm II. eine Wanderpause eingelegt und den einst ein Riese durch den Barnim geschleudert haben soll. Dann geht es über Ützdorf, wo sich einst ein Kloster befand, weiter zum Liepnitzsee. Hier heisst es „Fährmann – hol‘ über!“ auf den „Großen Werder“ zu einer urgemütlichen  Einkehr in die „Insulaner Klause“. Nach dieser Stärkung ist es nur noch ein kurzer Weg zur Bushaltestelle in Richtung S-Bahnhof Bernau bei Berlin.

Dorfkirche in Prenden - Foto: Förderverein der Dorfkirche
Der Liepnitzsee in Wandlitz, im schönen Naturpark Barnim, Barnimer Land, Brandenburg.
Blick auf den "Großen Werder" - Foto: Tourismusverein

Start zu dieser Wanderung ist am Bahnhof Schönwalde (Barnim): hier begrüßt Sie auch Herr Rosenau vom Kulturverein. Er ist extra für Sie sehr früh aufgestanden – denn sonst ist er im Dorf als „historischer Nachtwächter“ unterwegs. Er begleitet zur Büste des Preußenkönigs Friedrich II., auch „Alten Fritz“ genannt. Der liess 1753 Schönwalde als Spinnerdorf gründen und hier einhundert ausländische Kolonisten mit einem preussischen Dorfschulzen ansiedeln. Gleich gegenüber dann die Dorfkirche im Stil der Schule Karl Friedrich Schinkels. Warum sie keinen Turm hat, weiss der Nachtwächter natürlich auch zu erzählen…
Nun führt die Wanderung vorbei am Friedhof, über den historischen Landweg bis zum Gorinsee, der ostseitig umrundet wird. Es schliesst sich eine schnurgerade Strecke durch die Basdorfer Heide an, die zwischen den Mühlenteichen entlang und dahinter südwärts zum Schloss Dammsmühle führt. Das Anwesen war einstmals das Lustschloss eines Berliner Fabrikanten, später geheimnisumwittertes Feriendomizil des DDR-Geheimdienstes und seit der Wende als Filmkulisse populär. Nach einem weiteren Spaziergang durch den dichten Buchenwald und vielleicht einem Imbiss im „Café im alten Bahnhof“ ist die Rückreise in Richtung S-Bahnhof Berlin-Karow möglich.

Das Ufer des Gorinsees in Wandlitz, Ortsteil Schönwalde, im schönen Naturpark Barnim, Barnimer Land, Brandenburg.
Am Gorinsee - Foto: Weigelt
Schloss Dammsmühle - Foto: Gemeinde Wandlitz

Eine Wanderung vorbei an den „Drei Heiligen Pfühlen“ ist ebenso spannend: sie sollen entstanden sin, als vor Urzeiten ein Prendener Riese aus lauter Wut über den Krach der sonntäglichen Kirchenglocken einen Riesenstein in den Prendener See geworfen hat. Den Riesenstein gibt es noch… und die Pfühle sind die Spritzer seines Aufpralls im Wandlitzer See. Von dort aus wandern Sie entlang eines Teilstücks des „66-Seen-Wanderwegs“ in Richtung Liepnitzsee, vorbei am „Waldbad“, der ehemaligen Badestelle der DDR-Regierung aus der benachbarten „Waldsiedlung Wandlitz“, die Sie an diesem Tag aber nicht besuchen – sondern über den „Bernauer Waldpfad“, entlang des Rad- und Wanderweges in Richtung Bernau bis zur Stromtrasse wandern. Von dort weiter in südlicher Richtung zum Naturschutzgebiet und Wildtierbeweidungsprojekt Schönower Heide. Mit etwas Glück lässt sich dort Dam-, Rot- und Muffelwild beobachten. Beim Heidequiz können Sie Ihr Wissen testen. Beobachtungsturm, Picknickplatz und Aussichtsberg laden zum Verweilen, Entdecken und Geniessen der Heidelandschaft ein. Über die Schönower Chaussee zur Bushaltestelle „Waldkater“ und von dort zurück nach Wandlitz oder weiter nach Bernau zum S-Bahnhof.

Blick auf einen der Drei Heiligen Pfühle von der Sauna am See aus, Wandlitz, im schönen Naturpark Barnim, Barnimer Land, Brandenburg.
Blick auf den "Zweiten Heiligen Pfuhl" - Foto: Sauna am See
Eingang zum NSG "Schönower Heide" - Foto: Andrea Heins

Spuren der Steine folgen Sie dann auf Ihrer letzten Mitwanderzentrale für dieses Jahr. Unsere Spur beginnt hinter dem denkmalgeschützen Bahnhof Wandlitzsee, erbaut in den 1920er Jahren im Stil der „Neuen Sachlichkeit“ und als ortsprägendes Ensemble mit dem gegenüberliegenden Strandbad. Nächste Station ist die ebenfalls denkmalgeschützte „Landhauskolonie Wandlitz“, die zu gleicher Zeit aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangen ist und als Wohnanlage der Reichen und Schönen aus Adel, Industrie, Wissenschaft und Kultur der nahen Reichshauptstzadt Berlin erbaut wurde. Die „Waldsiedlung Wandlitz“, das ehemaligen Wohnareal der DDR-Staatsführung, ist nächste Zeil, einst geheimnisvoll von einer Mauer umgeben. Quer durch die ruhigen Bernauer Wälder führt die Strecke nun südwärts zum UNESCO-Welterbe Bauhaus Bundesschule Bernau mit einer Dauerausstellung zur Bauhaus-Idee im neu eröffneten Besucherzentrum. Zum Abschluss geht es weiter zu den ehemaligen Militärbunkern der DDR-Volksarmee in Ladeburg. Von dort in den Ortskern Ladeburg – und mit dem Bus zurück nach Wandlitz oder zum S-Bahnhof Bernau.

Der Eingang des ehemaligen Wohnhauses von Margot und Erich Honecker in der Waldsiedlung Wandlitz, im Naturpark Barnim, Barnimer Land, Brandenburg.
Das ehemalige Wohnhaus von Margot und Erich Honecker in der "Waldsiedlung Wandlitz" - Foto: Elena Korolewa
Das 2021 eröffnete Besucherzentrum am UNESCO-Welterbe Bauhaus Bundeschule Bernau - Foto: Philipp Mosigk

Ein wenig „Kleingedrucktes“ so ganz zum Schluss ist leider notwendig – sicher haben Sie dafür Verständnis…

Unsere Mitwanderzentralen verstehen sich als Angebote zur Natur- und Landschaftsbildung sowie zur Erweiterung Ihres naturkundlichen und regionalhistorischen Wissens – obwohl wir mit diesem Bildungsanspruch natürlich auch Spass und Freunde am Wandern und an der Natur verbinden. Wir treten also nicht als Veranstalter auf.

Bitte beachten Sie, dass wir für unsere Wander-Vorschläge keinerlei Haftung für jegliche Art von Personen- und Sachschäden übernehmen, auch nicht für die Angebote unserer Partner!

Bitte nehmen Sie jeweils festes wetterangepasstes Schuhwerk mit.

Beachten Sie bitte, dass unsere Wanderungen nicht behindertengerecht sind, da sie durch teilweise unberührte Natur führen.

Nach den aktuell – zu den jeweiligen Terminen – geltenden Bestimmungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind eventuell das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, die Erfassung Ihrer Kontaktdaten und Speicherung für einen gesetzlich bestimmten Zeitraum, eine maximale Teilnehmerzahl und die Einhaltung eines Mindestabstandes zu beachten.

Pandemie-, organisatorisch- und wetterbedingte Änderungen unserer Wandervorschläge könnten leider jederzeit möglich sein, auch noch am Wandertag selbst! Dies betrifft auch eine eventuelle Absage wegen zu geringer Teilnehmendenzahl. Ihnen damit verbundene Kosten können wir nicht erstatten.

 

Wir würden uns freuen, Sie bei der einen oder anderen Mitwanderzentrale durch unseren wunderschönen Barnim begrüssen zu dürfen – die wir Ihnen im Detail hier auf dieser Internetseite auch unter Veranstaltungen sowie jeweils kurz vor den Terminen aktuell in der regionalen Presse vorstellen.

Natürlich freuen wir uns ebenso, wenn Sie mit Kritik und Lob ebenso wenig sparen, wir mit Ideen für neue Touren durch Ihren und unseren Naturpark Barnim! Und wenn es Ihnen gefallen hat – sehen wir uns im kommenden Jahr wieder…